Glossar – Liebe

Liebe & Gehorsam

Ehe wir mit diesem Teil beginnen, möchten wir – weil es wichtig ist – etwas vorweg betonen; ähnlich wie in einem anderen Artikel, kurz eine Klarstellung zum Thema “Gehorsam”:

“Vorab, bei all dem was nun direkt aus seinem Heiligen Wort zitiert werden wird, möchten wir eines unmissverständlich klarstellen:

Eph 2,8-9 Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. [SLT]

Durch den Glauben, nicht aus uns und nicht aus Werken“, d.h. wir selbst haben nichts, aber wirklich gar nichts zu unserer Errettung beigetragen, außer das vollbrachte Werk des Sohnes als Geschenk Gottes im Glauben anzunehmen. Das heißt, dass wir nicht aus Werken – also aus dem, was wir tun – vor Gott gerechtfertigt werden, sondern einzig und allein nur durch das kostbare Blut unseres Herrn. Vertritt jemand ein anderes Verständnis als dieses, so gilt folgendes:

Gal 2,16 weil wir erkannt haben, dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden und nicht aus Werken des Gesetzes, weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird. [SLT]

Klarer kann es uns das Wort nicht vermitteln. Hat man also das Verständnis, dass nicht das Werk des Sohnes, sondern die eigenen Werke einen erretten, ist man, wie die Schrift sagt: „aus der Gnade gefallen“:

Gal 5,4 Ihr seid losgetrennt von Christus, die ihr durchs Gesetz gerecht werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen! [SLT]

Anders formuliert: Wenn wir aus unseren eigenen Werken gerechtfertigt werden könnten, wäre unser Messias umsonst für uns gestorben (Gal 2,21).

Das ist eine unumstößliche biblische Tatsache.

Auch wenn wir das hier so klar formulieren, wird es wohl unvermeidbar sein, dass sich bei dem einen oder anderen dennoch dieses Bild festsetzt, dass wir eventuell eine sog. “Gerechtigkeit aus Werken bzw. eine Werksgerechtigkeit” vermitteln wollen.

Das wollen wir nicht, tun wir nicht und werden wir auch nicht!

Wir versuchen unser Bestes, das Wort Gottes so weiterzugeben, wie es geschrieben steht. Und es steht ganz klar geschrieben, dass “aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird“. Punkt.

Sind deswegen aber unsere Werke/Taten unwichtig bzw. sind diese losgetrennt von unserem Glauben?”

Das wollen wir uns hier nun unter dem Aspekt “Liebe & Gehorsam” ein wenig genauer ansehen. Hier der erste Vers dazu, den wir bereits zu Beginn hatten:

Joh 14,31 damit die Welt erkennt, dass ich den Vater liebe, werde ich tun, was der Vater mir geboten hat[ZB]

Ein weiterer anschaulicher Vers zur Verbindung zwischen “Liebe & Gehorsam”:

1Joh 5,2-3 Doch ob wir die Kinder Gottes auch wirklich lieben, das erkennen wir daran, dass wir Gott lieben, und das heißt: seine Gebote befolgen. Die Liebe zu Gott ist nur echt, wenn wir nach seinen Geboten leben. Und seine Gebote sind nicht schwer zu befolgen. [GNB]

Wichtige Anmerkung: Was auch immer uns, v.a. in der heutigen Zeit erzählt wird: Das Befolgen von den Geboten Gottes ist keine Bürde, keine Last, keine Einengung unserer Freiheit, sondern es ist ein Ausdruck unserer Liebe! Lass dir von anderen nichts erzählen – natürlich auch nicht von uns – sondern prüfe diesen wichtigen Aspekt “der Liebe & des Gehorsams” für dich selbst.

Unser Glaubensgehorsam zeigt sich also durch unsere Taten und weniger durch  unsere Worte (wir hatten den Vers bereits)…

1Joh 3,18 Meine Kinder, lasst uns nicht mit Worten lieben noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit! [SLT]

… und noch weniger zeigt sich Liebe in unsichtbaren Dingen – was auch immer diese sein mögen. Wir möchten diesen Punkt noch einmal wiederholen: Die göttliche Liebe zeigt sich nicht durch nicht erkennbare Dinge, sondern sie zeigt sich in Tat und Wahrheit.

Anders formuliert: Sagen kann man viel, ob es dann auch so ist, ist eine andere Sache. Ein gutes Beispiel hierfür wären z.B. Ehen und “freie Beziehungen” in der Welt. Diese sind ein anschauliches Abbild dieser Fehlstellung zwischen dem Gesagten und den Taten aus Liebe – wie z.B.: “Schatz, ich liebe dich.”, aber dann jedem Rockzipfel hinterhersehen oder gar Fremdgehen – was, wie wir alle wissen, keine Seltenheit (mehr) ist.

Ähnlich ist es im Glauben: Man sagt, man liebt Gott, geht aber eigentlich seine eigenen Wege. Dazu noch einmal der Vers:

1Joh 5,2-3 Doch ob wir die Kinder Gottes auch wirklich lieben, das erkennen wir daran, dass wir Gott lieben, und das heißt: seine Gebote befolgen. Die Liebe zu Gott ist nur echt, wenn wir nach seinen Geboten leben. Und seine Gebote sind nicht schwer zu befolgen. [GNB]

Es ist so, dass gerade dieser Bereich der Liebe in Verbindung mit dem Gehorsam sehr stark von unseren Missverständnissen durchdrungen ist; v.a. dadurch, dass unsere Gesellschaft (und somit auch wir) stark humanistisch geprägt sind, was zur Folge hat, dass das Einhalten von Geboten den Freigeist dieser Weltzeit herausfordert.

Ein weiteres Beispiel für die Fehlstellung in diesem Bereich wäre die “billige Gnade”, die in unserer heutigen Zeit so weit in den Vordergrund gerückt wird, dass Gehorsam und Werke so gut wie keinerlei Rolle mehr im Glaubenswandel spielen.

Durch diese und ähnliche Lehren finden sich immer mehr Gläubige, die behaupten, dass man mehr oder weniger nur noch “zu lieben” braucht und alles wäre gut. Paradoxerweise stimmt das sogar, aber die Frage ist natürlich: “Nach welcher Definition der Liebe?”

Was diese und ähnliche Formen der gelehrten “Liebe ohne Gehorsamswerke” auch immer sein mögen, göttlich sind sie jedenfalls nicht. Das können wir so frei heraus sagen, denn sie stehen im klaren Widerspruch zum Wort Gottes, wie z.B. hier:

Jak 2,14 Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten? … 17 So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot. … 20 Willst du aber erkennen, du nichtiger Mensch, dass der Glaube ohne die Werke tot ist? [SLT]

Eindringliche und wachrüttelnde Worte. Sehen wir also die Verwirklichung dieser Verse nicht an uns oder an unseren Glaubensgenossen, dann sollten wir aufeinander achtgeben und uns gegenseitig nicht nur zur Liebe, sondern auch zu Werken anspornen:

Hebr 10,23-24 Lasst uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken — denn er ist treu, der die Verheißung gegeben hat —, und lasst uns aufeinander achtgeben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken[SLT]

Liebe, Gehorsam und Werke gehören laut Bibel alle zusammen. Und da unser Vater weiß, dass wir in diesen drei Punkten, gelinde gesagt, so unsere Probleme haben, hilft er uns, indem er folgendes tut:

Röm 5,5 … denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. [SLT]

Wenn wir nun diesen Vers mit dem aus 1Joh 5,2-3 zusammenfassen und miteinander zu verstehen versuchen, ergibt sich folgende Frage:

Laut 1Joh 5,2-3 ist die Liebe zu Gott: seine Gebote halten. Laut Röm 5,5 wird uns die Liebe Gottes durch den Heiligen Geist gegeben. Wenn nun die Liebe Gottes das Halten der Gebote ist (also eine unmittelbare Verbindung zwischen beiden besteht) und die Liebe Gottes durch den Heiligen Geist gegeben wird (also ebenfalls eine Verbindung besteht), müsste es dann nicht auch eine Verbindung zwischen dem Geist Gottes und den Geboten geben? Also ungefähr so:

  • Liebe Gottes ⇔ Gebote halten
  • Liebe Gottes ⇔ Heiliger Geist
  • Heiliger Geist ⇔ Gebote halten?

Gibt es eine derartige Verbindung?

Ja, die gibt es. Nur eine Stelle als Beleg dafür: Der Allmächtige spricht durch Hesekiel zu uns:

Hes 36,26-27 Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt. [EÜ]

Somit schließt sich der Kreis aus Gottes Geist, den Geboten, unserem Gehorsam und der göttlichen Liebe; d.h.:

Der Geist Gottes in uns hilft uns dabei, in Gottes Wegen zu wandeln und das heißt: seine Gebote halten. Und das wiederum heißt: Gott lieben.

2Joh 1,6 Darin besteht die Liebe, dass wir nach den Geboten des Vaters leben, und sein Gebot ist dasselbe, das ihr von Anfang an gehört habt; danach sollt ihr nun auch leben. [GNB]

Wenn das alles stimmt, dann müsste auch das Gegenteil von Liebe auch das Gegenteil von Gehorsam sein. Anders formuliert:

Ungehorsam = fehlende Liebe

Stimmt das? Dazu eine Feststellung aus dem Mund unseres Herrn:

Mt 24,12 Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. [SLT]

Abschließend: Bitte beachte, dass gerade der in diesem Abschnitt erwähnte Aspekt der Liebe heiß debattiert wird. Daher die inständige Bitte:
Glaube uns nicht, sondern prüfe dieses Verständnis für dich selbst und nehme es in deine Gebete auf. Niemand kann diese fundamentale Entscheidung für dich übernehmen. Du selbst musst entscheiden, was wahr ist und was nicht.

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