Glossar – Liebe

Zum Abschluss: Unsere große Herausforderung

Wir hatten es bereits betont: Die Liebe, wie sie geschrieben steht, fordert viel von uns – sehr viel. Denn wir werden von ihr dazu aufgefordert, sie nicht einfach nur zu fühlen, sondern etwas für sie zu tun – und das nicht gerade wenig, wie wir gesehen haben:

In allem gehorsam zu sein, allen und jedem zu vergeben, dem Glauben treu zu bleiben, nach Einheit zu streben und sie zu erfüllen und vieles, vieles mehr sind keine einfachen Glaubensaufgaben – ganz zu schweigen davon, was am ehesten mit der Liebe nach Gottes Vorstellung verbunden ist, nämlich:

Unsere Selbstaufgabe aus Liebe für ihn und unseren Nächsten.

Denn: Lieben wir uns, unser Leben oder andere mehr als Vater und Sohn, werden wir das Ziel unseres Glaubens ganz eindeutig verfehlen – wie es z.B. diese Verse belegen:

Mt 10,37-39 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden! … Joh 12,25 Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren… [SLT]

Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, müssen wir uns eingestehen: Ohne Gottes Hilfe werden wir diese und andere Verse nicht erfüllen können. Gleichzeitig kann er uns aber nur helfen, wenn wir um Hilfe bitten. Und man kann nur um Hilfe bitten, wenn man realisiert hat, dass man Hilfe braucht. Dafür müssen wir wiederum verstehen, wie Gott – und nicht wir – Liebe definiert. Ansonsten könnte es passieren, dass wir meinen, dass wir diese göttliche Liebe leben, aber in Wahrheit eher unserer eigenen Definition der Liebe folgen. Auf diese Weise werden wir nicht erkennen bzw. nicht einmal erkennen können, dass wir Gottes Hilfe für unser Leben in Liebe brauchen.

Anders ausgedrückt: Wenn all diese biblischen Wahrheiten nur Worte bleiben und nicht ein Teil von uns werden, werden sie uns nicht von innen heraus verändern. Aber wir brauchen diese Veränderung – unbedingt!

Wir alle brauchen Hilfe, um diese Liebe Gottes leben zu können. Alles andere ist Selbstbetrug:

Eph 4,20-24 Ihr wisst, dass sich ein solches Leben nicht mit dem verträgt, was ihr über Christus gelernt habt. Ihr habt doch von ihm gehört, ihr seid über ihn unterrichtet worden und habt an  Jesus den Maßstab für euer eigenes Leben. Legt also eure frühere Lebensweise ab! Ja, legt den ganzen alten Menschen ab, der seinen Begierden folgt! Die betrügen ihn nur und führen ihn ins Verderben. Lasst euch in eurem Denken erneuern durch den Geist, der euch geschenkt ist. Zieht den neuen Menschen an, den Gott nach seinem Bild geschaffen hat und der gerecht und heilig lebt aus der Wahrheit Gottes, an der nichts trügerisch ist. [GNB]

Der “ganze alte Mensch” kann diese göttliche Liebe nicht leben. Die Liebe Gottes muss aber in uns Gestalt annehmen und uns von innen heraus verändern:

Erst dann leben wir diese göttliche Liebe.

Nicht mit Gefühlen und Worten allein, sondern v.a. mit heiligen Taten.

Wir können und sollten uns alle selbst prüfen, indem wir uns täglich diese Fragen stellen: “Lebe ich diese Liebe Gottes, von der er spricht? Lebe ich, wie mein Herr Jesus gelebt hat?”

Lk 9,23 Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. [SLT]

Die Liebe Gottes sei mit euch.

1Kor 13,13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe! [SLT]

V1.3b

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