Die Gabe des Heiligen Geistes
Apg 2,38 Da sprach Petrus zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Buße tun, taufen lassen auf den Namen Jesu Christi und dann wird man den Heiligen Geist bekommen.
Wiederum steht geschrieben:
Apg 5,32 Und wir sind seine Zeugen, was diese Tatsachen betrifft, und auch der Heilige Geist, welchen Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.
Hier wiederum steht geschrieben, dass Gott seinen Heiligen Geist denen gibt, die ihm gehorchen. Das heißt, dass der Auflistung aus Apg 2,38 (mit der Buße und der Taufe) noch ein entscheidender Punkt hinzukommt: Unser Gehorsam. Das heißt:

Kein Gehorsam,
kein Heiliger Geist.
Die Frage, die hierzu aufkommen könnte, ist: Ist der Gehorsam nur der Gehorsam gegenüber seinen Geboten?
Nein, es ist weitaus mehr.
Bei der genauen Beantwortung der Frage hilft uns der letzte Block weiter. Denn so wie die Gnade Gottes, unsere Errettung und das ewige Leben unmittelbar miteinander zusammenhängen, so ist es mit dem Heiligen Geist, denn …
Gal 6,8 … denn wer auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten.
Wenn also das ewige Leben und der Geist Gottes miteinander zusammenhängen, dann müsste es ja so sein, dass dieselben göttlichen Bedingungen für beide gelten; d.h. um den Heiligen Geist zu erhalten, muss man dieselbe Bedingung erfüllen wie für das ewige Leben, nämlich dass man sein Leben für Christus aufgibt:
Röm 6,3-4 Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Ohne hier in die Details des Themas “Geistestaufe” zu gehen, können wir anhand dieser Stellen und auch durch den “Akt” (also dem physischen Ablauf) der Taufe erkennen, dass es um unseren Tod geht. Wir werden im Wasser begraben und stehen dann zum neuen Leben auf.

Wenn wir aber nicht in einem neuen Leben wandeln, wo wir dem alten Leben gestorben sind,
dann können wir nicht seine Jünger sein und
dann können wir auch nicht sicher sein,
je den Heiligen Geist erhalten zu haben.
Jetzt wird das den einen oder anderen vielleicht “verunsichern”. Aber hier geht es nicht um eine Verunsicherung, sondern im Gegenteil: Es geht um eine Zusicherung, dann den Geist Gottes zu erhalten, wenn man nicht mehr für sich selbst lebt, sondern für den, der für uns gestorben und auferstanden ist. Denn …
2Kor 5,15 Er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.
Man sieht – und da eben vor allem bei Themen, wie Errettung, Geistestaufe und ewiges Leben –, dass sich in der Heiligen Schrift immer alles um eine Sache dreht:
Sich hinzugeben, sein Leben komplett zu verändern und sich selbst für Gott und seine Nächsten aufzuopfern. Oder in anderen Worten: So wie Jesus zu leben!
…
Abschließend noch eine Stelle, die in diesem Zusammenhang wichtig ist.
Denn auch wenn Verheißungen an Bedingungen geknüpft sind, dürfen wir dennoch um die Erfüllung dieser Verheißungen bitten. Dann wird unser himmlischer Vater uns auf eine Weise verändern, sodass wir seine göttlichen Bedingungen mehr und mehr erfüllen können:
Lk 11,11-13 Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet? Oder wenn er ihn um einen Fisch bittet, gibt er ihm statt des Fisches eine Schlange? Oder auch wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!

