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Göttliche Bedingungen, die die Bibel an uns alle stellt (“Wenn das Wörtchen ‘wenn’ nicht wär’”)

Glaube, Gnade, gerettet?

Wer unsere Inhalte ein wenig genauer kennt, weiß, dass wir immer wieder über das gesunde Spannungsfeld zwischen

  • der Gnade als Geschenk ohne unsere Werke und
  • dem wahren Glauben mit unseren Werken reden.

Jak 2,22 Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammen wirkte und dass der Glaube durch die Werke vollendet wurde.

Hier zu Beginn wollen wir dieses Spannungsfeld zwischen Gnade und Werke als anschauliches Beispiel für die im Anschluss folgenden biblischen “Wenn-dann-Verbindungen” nutzen. Das heißt, auch wenn es für dich und für dieses Beispiel klar ist, dass deine Werke zu deinem Glauben gehören, kann es sein, dass die nachfolgenden göttlichen Bedingungen nicht unbedingt so klar sind.

Die ersten beiden Verse, die wir uns zu diesem Beispiel anschauen wollen, sind:

1Joh 5,13 Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.

Röm 10,10 Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden;

Hier lesen wir davon, dass, wenn wir von Herzen glauben und mit dem Mund den Sohn Gottes, also Jesus, bekennen, wir ewiges Leben haben.

Dieses Wort ist glaubwürdig. Genauso wie auch dieses:

2Tim 2,11 Glaubwürdig ist das Wort: Wenn wir mitgestorben sind, so werden wir auch mitleben.

Hier wiederum steht geschrieben: Wenn wir mit Christus gestorben sind, dann werden wir auch mit ihm leben, also das ewige Leben mit ihm haben.

Diese von Paulus gestellte ”göttliche Bedingung der völligen Selbstaufopferung für das ewige Leben” bestätigt natürlich der Sohn Gottes:

Lk 9,23-24 Jesus sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme täglich sein Kreuz auf und folge mir nach. Denn wer irgend sein Leben erretten will, wird es verlieren; wer aber irgend sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es erretten.

Auch hier, wie im Brief an Timotheus, werden heilige Bedingungen gestellt. Diesmal durch Jesus selbst. Denn:

Wenn wir nicht so leben, wie er es sagt,
dann werden wir unser Leben verlieren
(sprich kein ewiges Leben haben).
Wenn wir aber unser Leben verlieren
(also für Jesus aufgeben),
dann werden wir auch gerettet werden. 

Denn wer … 

Mt 10,38 Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert.

Da die Anforderungen und Bedingungen unseres Herrn so enorm hoch sind, sagt er auch – und zwar ausnahmslos zu uns allen (und nicht nur zu denen, die an die billige Gnade glauben) –, dass wir uns sehr genau überlegen sollten, was genau dieser Weg der bedingungslose Nachfolge für unser Leben bedeutet und ob wir überhaupt wirklich auf diesem Weg sind:

Lk 14,27-35 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein. Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er die Mittel hat zur gänzlichen Ausführung, damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und es nicht vollenden kann, alle, die es sehen, über ihn zu spotten beginnen und sagen: Dieser Mensch fing an zu bauen und konnte es nicht vollenden! Oder welcher König, der ausziehen will, um mit einem anderen König Krieg zu führen, setzt sich nicht zuvor hin und berät, ob er imstande ist, mit zehntausend dem zu begegnen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Wenn aber nicht, so sendet er, solange jener noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen. Genauso kann auch keiner von euch mein Jünger sein, der nicht allem entsagt, was er hat. Das Salz ist gut; wenn aber das Salz fade wird, womit soll es gewürzt werden? Es ist weder für das Erdreich noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Seine Worte verknüpfen erneut das ewige Leben mit göttlichen Bedingungen. Eine Form des Evangeliums, die einige Menschen nicht unbedingt als “frohe Botschaft” verstehen. Warum? Weil sie dem Menschen, der (noch) nicht im Geist, sondern mehr im Fleisch lebt, nicht gefällt.

Röm 8,1.5-6 So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist. … Denn diejenigen, die gemäß des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht; diejenigen aber, die gemäß des Geistes sind, trachten nach dem, was dem Geist entspricht. Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden,

Hier lesen wir erneut von einer göttlichen Bedingung. Sie besagt, wenn wir nicht gemäß dem Fleisch, sondern gemäß dem Geist leben, dann wird uns keine Verdammnis, sondern eben das ewige Leben erwarten.

Immer und immer wieder kann man sehen, wie Gnade, Errettung und das ewige Leben als ein Geschenk formuliert werden, das wir im Glauben annehmen dürfen und sollen; gleichzeitig steht aber wiederum geschrieben, dass diese Versprechen und Zusagen mit göttlichen Bedingungen verknüpft sind.
Auf diese Weise entsteht das zu Beginn genannte Spannungsfeld, das uns auf der einen Seite etwas gibt (die überreiche Gnade Gottes in Christus), auf der anderen Seite aber auch etwas von uns verlangt (unseren Gehorsam, unsere Werke, unsere Selbstaufopferung für Christus). Das eine geht nicht ohne das andere. Oder anders formuliert:

Die Gnade ist ein Geschenk,
aber eben mit einer
Wenn-Dann Bedingung!

Wenn du diese Wenn-Dann-Bedingung verstehst und bejahst, dann solltest du dasselbe Verständnis auch auf die gleich folgenden biblischen Wenn-Dann-Bedingungen anwenden.

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