Die praktische Anwendung im Alltag
Es gibt noch eine weitere aufschlussreiche Frage, die uns beim tieferen Verständnis helfen kann, warum die vom Geist Gottes geleiteten Apostel so ein umfangreiches und komplexes Thema wie die Ehe auf diese zwei Punkte heruntergebrochen haben. Die Frage lautet:
Kann es sein, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Liebe des Mannes und der Unterordnung der Frau gibt?
Oder die Frage ganz praktisch auf den Alltag umgemünzt:
Kann es sein, dass es in der Ehe zu Reibereien und Problemen kommt, weil der Mann der Frau nicht die Liebe und Wertschätzung gibt, die nötig ist und die Frau sich nicht ihrem Mann unterordnet? Kann es sogar sein, dass so etwas wie ein (wir benutzen das Wort äußerst ungern, aber es passt hier einfach perfekt) “Teufelskreis” entsteht, wo das eine das andere im negativen Sinne begünstigt und umgekehrt?
Dazu schauen wir uns die Stelle aus dem Kolosserbrief noch einmal etwas genauer an:
Kol 3,19 Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie!
Auch hier kann man sich fragen: Wieso schreibt Paulus nach seiner Aufforderung zur Liebe genau diese eine Sache: ”seid nicht bitter gegen sie!”?
Kann es vielleicht sein, dass es hier einen Zusammenhang zwischen dem einen und dem anderen gibt, d.h., kann es sein, dass die Männer öfter mal bitter gegen ihre Frauen werden und dadurch dann ihre Liebe zu ihren Frauen darunter leidet?
Das als konkrete Frage an die Ehemänner auf den Alltag angewandt:
Kann es sein, dass man hin und wieder von der eigenen Ehefrau genervt ist? Kann es sein, dass dadurch die Liebe auf der Strecke bleibt? Kann es sein, dass dadurch die Ehefrau die Liebe abgeschwächt oder kaum noch mehr wahrnehmen kann? Und dass sie sich dadurch alles andere als wertgeschätzt und geehrt fühlt? Kann das sein?
Wie ist es mit der Ehefrau und den Aussagen in den Versen? Gibt es auch dort solche Zusammenhänge und ähnliche Gegensätze, wie zwischen der Liebe und der Bitterkeit beim Mann?
Dazu auch bei ihr noch einmal eine bereits gelesene Stelle aus dem Petrusbrief:
1Petr 3,1-6 Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter … in dem unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. …
Also noch einmal die Frage: Gibt es auch hier einen ähnlich unmittelbaren Zusammenhang zwischen zwei Gegensätzen, so wie beim Mann mit der Bitterkeit und der Liebe? Soll heißen:
Kann es sein, dass man – aus verschiedensten Gründen – sich dem Ehemann nicht gern unterordnet? Ihm nicht die von Gott verlangte Ehrfurcht entgegenbringt und man daher manchmal eher das Gegenteil eines stillen und sanften Geistes hat? Kann das sein?
Und jetzt die Frage die beides miteinander vereint und in einen direkten Zusammenhang bringt:
Kann es sein, dass durch die mangelnde Liebe und Wertschätzung des Mannes es der Frau schwer fällt, sich unterzuordnen und es deswegen zu den zuvor genannten Reibereien und Problemen kommt?
Und natürlich ebenso für den Mann:
Kann es sein, dass durch die mangelnde Unterordnung und dem nicht still und sanft sein der Frau, es wiederum dem Mann schwer fällt, in der Liebe und Wertschätzung zu bleiben und es auch hier deswegen zu Reibereien und Problemen kommt?
Sollte es diesen Zusammenhang geben (offensichtlich gibt es ihn), dann steht man sich quasi selbst im Weg und erschwert sich das Eheleben gegenseitig! Warum? Weil man genau diese eine, perfekt auf Mann und Frau abgestimmte göttliche Weisung für die Ehe nicht erfüllt:

Ordne dich deinem Mann unter!
Liebe deine Frau!
Oder in der minimal längeren Formulierung:
Ordne dich deinem Mann unter, habe Ehrfurcht vor ihm und sei stillen und sanften Geistes.
Und für den Mann:
Liebe deine Frau! Sei also auch du sanft ihr gegenüber … als das schwächere Gefäß. Werde nicht bitter gegen sie, sondern ehre und wertschätze sie!
…
Da dies sicherlich nicht immer alles einfach von der Hand geht, erfüllt man diese göttlichen Anforderungen am ehesten, wenn man zusammenarbeitet.
Dazu ist es wichtig, dass sich in der Ehe jeder selbst kennt, also weiß, wo die eigenen Baustellen sind und wie er/sie gegenüber diesen hier gelesenen Anforderungen aufgestellt ist. Wenn man dann noch diese Baustellen von seinem Partner kennt, weil man offen darüber redet (!), dann kann man umso mehr gemeinsam daran arbeiten und gemeinsam dafür beten, dass die Ehe sich immer mehr in dieses Bild verändert:
Eine Frau,
die sich in die Ordnung Gottes fügt, sanft ist und natürlich ihren Mann liebt
und ein Mann,
der seine Frau ehrt, wertschätzt und ihr das Gefühl gibt, wertvoll zu sein – und sie natürlich über die Maßen liebt, wie Christus die Gemeinde liebt.
Stelle dir bzw. stellt euch dazu eure Ehe vor, wo genau diese Sachen erfüllt werden. Keine Liste von tausenden von Punkten, sondern nur das eine für den Mann und das eine für die Frau. Wäre das nicht ein riesen Segen!?!
…
Man könnte abschließend für diesen Block auch sagen:
Das meistverkaufte Eheberatungsbuch der Welt ist – ohne dass man es vielleicht weiß – die Bibel. Und das besondere an diesem Buch ist, dass es nicht tausende von Tipps und Tricks, Meinungen von “Profis”, Studien und Hilfestellungen hat, sondern lediglich nur die beiden Kernaussagen für Mann und Frau. In anderen Worten:
Die Bibel sagt:

Lieber Mann, liebe Frau,
macht diese eine Sache und eure Ehe
wird zwar nicht problemlos,
aber glücklich und gesegnet sein!
Versprochen!!

