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Der biblische Kalender für Einsteiger

Das biblische Jahr

Einleitend hierzu sei direkt erwähnt, dass bei den Debatten rund um den Kalender so gut wie nie die Bestimmung des Jahres diskutiert wird. Tagesbeginn: ja, Monatsbeginn: ja, aber wann genau jetzt das Jahr beginnt: eher nein.
Das mag zum einen daran liegen, dass es so gut wie keine Inhalte zum Jahresbeginn in den sozialen Medien gibt und daher die Geschwister erst gar nicht auf die Idee gebracht werden, sich auch damit zu beschäftigen und zum anderen liegt es sicherlich daran, dass die Bestimmung viel komplexer ist als für den Tag oder den Monat.
Erschwerend kommt hinzu, dass es beim Jahresbeginn zwei komplett voneinander getrennte Punkte gibt, die man sich dann auch komplett getrennt voneinander ansehen muss. Damit ist gemeint, dass es bei dem einen um die Bestimmung des Jahresbeginns anhand von Sonne, Mond und Sternen geht, bei dem anderen um die Frage, ob das Jahr im ersten Monat oder im siebten Monat beginnt.

Wir wissen, dass das gleich im doppelten Sinne verwirrend klingt, aber wir werden es versuchen zu erklären.

Fangen wir zuerst mit dem Letzteren, also dem Jahresbeginn mit dem ersten oder siebten Monat, an. Denn da werden ja sicherlich viele sofort sagen: “Na, das ist doch klar! Wie sollte das Jahr im siebten Monat beginnen? Das macht ja überhaupt gar keinen Sinn!”

Dieser Einwand klingt natürlich total logisch, u.a., weil wir alle von Kindesbeinen an auf eine gewisse Art geprägt worden sind: Der zwölfte und letzte Monat geht am 31.12. zu Ende und am nächsten Tag beginnt mit dem ersten Monat das neue Jahr. Fertig.

Was ist aber, wenn es nicht einen, sondern zwei Zeitpunkte für den Jahresbeginn gibt?

Dazu direkt zwei Stellen:

2Mo 12,2 Dieser Monat soll euch der Anfang der Monate sein, er soll euch der Erste sein von den Monaten des Jahres.

3Mo 25,8-10 Und du sollst dir sieben Sabbatjahre zählen, siebenmal sieben Jahre, so dass die Tage von sieben Sabbatjahren dir 49 Jahre ausmachen. Und du sollst im siebten Monat, am Zehnten des Monats, den Posaunenschall ergehen lassen; am Versöhnungstag sollt ihr die Posaune ergehen lassen durch euer ganzes Land. Und ihr sollt das Jahr des fünfzigsten Jahres heiligen und sollt im Land Freiheit ausrufen für alle seine Bewohner. Ein Jubel-Jahr soll es euch sein, und ihr werdet jeder wieder zu seinem Eigentum kommen und jeder zurückkehren zu seinem Geschlecht.

Bei der ersten Stelle ist der Bezug der Monat, in dem der Exodus stattfand, also der Abib (s. 2Mo 13,4). Dieser ist der erste der Monate und übrigens auch der einzige Monat, der einen Namen trägt. Alle anderen Monate folgen einer Zählung (ähnlich dem Sabbat bei den Wochentagen; auch da werden alle gezählt und nur der 7. Tag trägt einen Namen).

Bei der zweiten Stelle lesen wir davon, dass die Zählung der Jahre – in dem Fall der Sabbatjahre und des Jubeljahres – nicht im ersten, sondern im siebten Monat beginnt. Das heißt (wenn man beide Stellen zusammennimmt),

  • dass der eine Jahresbeginn – nämlich derjenige der Zählung der Monate – im Abib ist
  • und der andere Jahresbeginn – nämlich derjenige der Zählung der Sabbatjahre – im siebten Monat ist.

Genau genommen sogar am zehnten Tag des siebten Monats, aber das würde jetzt alles unnötig weiter verkomplizieren. Es ist an dieser Stelle erst einmal völlig ausreichend zu wissen, warum es diese beiden Zählweisen überhaupt gibt. Denn die eine bestimmt den Anfang der Zählung der Monate, die andere den Anfang der Zählung für die Sabbatjahre. Das eine schließt das andere also nicht aus. Es ist eben nur eine andere Betrachtungsweise des Jahresbeginns im Gegensatz zu unserer weltlich geprägten.

Mehr muss man erst einmal zum Thema “Jahresbeginn erster oder siebter Monat” eigentlich nicht wissen.

Nun müssen wir uns aber noch unabhängig davon die Bestimmung des Jahresbeginns anhand der von Gott eingesetzten Himmelskörper ansehen. Dazu eine superkurze Zusammenfassung des wichtigsten Punktes aus dem ersten Teil dieser Serie:

Unser Schöpfer hat am Himmel drei Zeitgeber für uns erschaffen. Diese geben die unterschiedlichen Zeitspannen an, die für die Bestimmung des Kalenders wichtig sind. Diese sind:

  • Die Sonne für den Tag.
  • Der Mond für den Monat.
  • Die Sterne für das Jahr.

Nun ist es so, dass die allermeisten nur den Verlauf der Sonne kennen. Und das meist auch nur grob. Mit “grob” ist gemeint, dass zum Beispiel kaum jemand weiß, dass im Laufe des Jahres der Aufgang der Sonne im Osten zwischen Nordost und Südost hin und her pendelt. Oder nur wenige wissen, was das Besondere ist, wenn die Sonne exakt im Osten aufgeht und exakt im Westen untergeht. Geschweige denn, dass man die Gründe für diese Änderungen im Sonnenverlauf kennt.

Diese Dinge sagen wir nicht, um uns als wissend und euch als unwissend hinzustellen, sondern um zu verdeutlichen, dass wir (und zwar wir alle, uns natürlich eingeschlossen!) es nötig haben, wieder “nach oben zu blicken”…

und zu verstehen, wie die von unserem Gott geschaffenen Himmelskörper sich auf den von ihm geschaffenen Himmelsbahnen bewegen. Und das nicht nur für die Sonne, sondern eben auch für den Mond und die Sterne.

Weil wir das aber kaum gemacht und auch nie richtig gelernt haben, ist u.a. das Erklären des göttlichen Kalenders, insbesondere des Jahresbeginns, auch ein nicht ganz so einfaches Unterfangen.

Damit man dennoch einen Eindruck davon bekommt, wie das geht und wie sich die Position der Sterne über das Jahr gesehen verändert (und was das Besondere dabei ist), haben wir uns für eine visuelle Darstellung entschieden.

Dazu zwei Anmerkungen zu den gleich folgenden Videos:
1. Damit man der Bewegung der Sterne am Himmel als “Anfänger” besser folgen kann, haben wir sie für euch auch am Tag sichtbar gemacht. Auf diese Weise könnt ihr besser nachvollziehen, wie sie sich im Laufe eines vollen Umlaufs bewegen.
2. Die eingeblendeten Namen der jeweiligen Sternbilder dienen dabei nur zur Orientierung. Es geht also – logischerweise – nicht um Astrologie oder Esoterik, sondern um die von Gott geschaffenen Sterne, die immer in einer festen Konstellation zueinander stehen. Ob man diese nun Skorpion, Jungfrau oder was auch immer nennt, spielt erst einmal keine Rolle. Es geht dabei nur darum, dass ihr wie auf einer 360°-Leinwand den Himmel seht und die Bewegung der Sterne leichter nachvollziehen könnt.

Zuerst das Video, wo ihr die Bewegung der Sterne von einem Standpunkt X im Verlauf von 24 Stunden sehen könnt:

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Diese Veranschaulichung allein lässt uns noch nicht verstehen, wie die Sterne ein Jahr bestimmen können. Dazu müssen wir uns ihren Verlauf nicht nur während eines Tages, sondern innerhalb eines ganzen Jahres ansehen.
Hierzu haben wir ein Video erstellt, wo ihr jeweils ein Bild der Sterne am Himmel sehen könnt (d.h., als würde man von einem Standpunkt X auf der Erde selbst in den Himmel blicken); dann einen Monat später haben wir das nächste Bild gemacht; dann wieder einen Monat später das nächste usw., bis ein volles Jahr um ist:

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Man erkennt sicherlich, dass die Konstellation am 15.01.2026 identisch mit der am 15.01.2027 ist. Das heißt, dass die Sterne, die wir am Himmel sehen können, sich im Laufe der Monate immer weiter verschieben, bis sie nach einem Jahr wieder exakt in derselben Sternenkonstellation sichtbar für uns werden:

In anderen Worten: Jemand, der den Himmel beobachtet und die jeweiligen Konstellationen kennt, weiß, dass die Sterne zwar innerhalb eines Tages einen Umlauf machen, aber er weiß auch, dass am darauffolgenden Tag sie minimal verschoben sind. Dann am nächsten noch ein Stück weiter, dann am darauffolgenden Tag noch ein Stück usw. usf., bis sie im Laufe eines Jahres wieder exakt an derselben Stelle am Himmel zu sehen sind wie zuvor. Daran erkennt der Beobachter dann, dass ein volles Jahr um ist.

Wie jetzt im Detail die Sterne den Startschuss für das Jahr geben, würde an dieser Stelle völlig den Rahmen sprengen. Und da wir ja hier alles kurz und leicht verständlich halten wollen, wäre das erst einmal stark vereinfacht die Erklärung dafür, wie unser Schöpfer die Himmelskörper und ihre Bewegungen so geschaffen hat, dass wir sie, wie eine Uhr an der Wand, am Himmel ablesen und an ihnen erkennen können, wann in diesem Fall ein volles Jahr um ist.

Wenn ihr mehr dazu wissen wollt, meldet euch einfach bei uns.

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