Unsere Fragen an euch – Zu wem beten?

Mt 6,9 Deshalb sollt ihr auf diese Weise beten: … [SLT]

“Aber zu wem sollen wir beten? Wem danken? Vater oder Sohn? Ist das überhaupt wichtig?”

Bei wichtigen Glaubensthemen – wie z.B. diesen Fragen zum Gebet – können und dürfen wir alle zuversichtlich sein, dass unser himmlischer Vater in seinem Wort für uns glasklare und unmissverständliche Antworten gegeben hat.

Daher ist unsere erste Frage (auch wenn sie eine rhetorische ist): Siehst du das auch so? Denkst auch du, dass die Bibel uns Klarheit darüber gibt, zu wem wir beten sollen?

Unser Vorbild – wie hat er gebetet, was hat er gelehrt?

In der Heiligen Schrift werden wir dazu aufgefordert, unserem Herrn zu folgen und uns bei diesen und ähnlichen Fragen an ihm zu orientieren. Daher die Frage: Zu wem hat er gebetet?

Lk 6,12 Es geschah aber in jenen Tagen, dass er hinausging auf den Berg, um zu beten; und er verharrte die Nacht hindurch im Gebet zu Gott. [SLT]

Man mag jetzt vielleicht einwenden: “Ja, aber das ist ein Spezialfall, da er ja schlecht zu sich selbst beten kann.”

Daher eine andere Stelle, die uns bei unserer Frage behilflich sein kann (da sie fast in gleicher Weise von den Jüngern gestellt wurde):

Lk 11,1-2 Und es begab sich, dass er an einem Ort im Gebet war; und als er aufhörte, sprach einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte! Da sprach er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name! Dein Reich komme! Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf Erden. [SLT]

Unser Meister beantwortet unsere Frage nach dem “Zu wem sollen wir beten?” mit den Worten: Wenn ihr betet, so sprecht: Unser Vater…

Aber auch hier könnte man einwenden: “Ja, aber da war Jesus noch nicht auferstanden und somit noch nicht im Himmel.”

Daher ist die nächste Frage, die wir anhand der Bibel prüfen müssen: Zu wem haben die Männer der Bibel nach seiner Auferstehung gebetet?

Apg 12,5 So wurde Petrus nun im Gefängnis bewacht; von der Gemeinde aber wurde unablässig für ihn zu Gott gebetet. [SLT]

Wie hat Paulus gebetet?

2Kor 13,7 Ich bete aber zu Gott, dass ihr nichts Böses tut … [SLT]

Wie sieht es im Himmlischen aus?

Offb 7,11 Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und die vier lebendigen Wesen und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an; [SLT]

Nun könnte man einwenden: “Ja, aber welchen Gott beteten sie an?”
Daher die nächste Frage, die wir anhand der Bibel prüfen müssen: Gibt es im Himmlischen eine Unterscheidung zwischen Vater und Sohn?

Offb 1,1 In diesem Buch enthüllt Jesus Christus, was ihm von Gott über die Zukunft gezeigt worden ist. Gott hatte ihm den Auftrag gegeben, seine Diener wissen zu lassen, was kommen muss und schon bald geschehen wird. Deshalb sandte Jesus seinen Engel zu seinem Diener Johannes mit der Anweisung, ihn die zukünftigen Dinge sehen zu lassen. [NGÜ]

Offb 7,10 Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm! [SLT]

Ja, es gibt eine Unterscheidung im Himmlischen. Es wird uns hier und bei den noch gleich folgenden Stellen gezeigt, wie die Stellung zwischen Vater und Sohn war, ist und immer sein wird. Denn diese Stellung zwischen ihnen beiden ist nicht unwichtig für unser Gebet. Warum?

Als Beispiel: Im Buch der Offenbarung wird, wie wir soeben gelesen haben, gesagt:

Offb 1,1 In diesem Buch enthüllt Jesus Christus, was ihm von Gott über die Zukunft gezeigt worden ist. Gott hatte ihm den Auftrag gegeben[NGÜ]

Gott enthüllt die Zukunft für Jesus Christus und Gott hat Jesus einen Auftrag gegeben.” – auch nach seiner Auferstehung.

Zwei weitere Wahrheiten, die uns die Stellung zwischen Vater und Sohn sehr gut veranschaulichen, sind folgende Verse:

Hebr 1,1-3 Vor langer Zeit hat Gott oft und auf verschiedene Weise durch die Propheten zu unseren Vorfahren gesprochen, doch in diesen letzten Tagen sprach er durch seinen Sohn zu uns. Durch ihn hat er das ganze Universum und alles, was darin ist, geschaffen, und er hat ihn zum Erben über alles eingesetzt. Der Sohn spiegelt die Herrlichkeit Gottes wider, und alles an ihm ist ein Ausdruck des Wesens Gottes. Er erhält das Universum durch die Macht seines Wortes. Nachdem er uns durch seinen Tod von unseren Sünden gereinigt hat, setzte er sich auf den Ehrenplatz an der rechten Seite des herrlichen Gottes im Himmel. [NLB]

Kol 1,15-16 Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; [SLT]

Man kann anhand dieser und zahlreicher anderer Stellen festhalten:
Alles geht also von Gott, dem allmächtigen Vater, aus und er gibt alles an seinen Sohn weiter bzw. wirkt alles für ihn und durch ihn.
Selbst die Schöpfung folgt diesem Prinzip, denn durch seinen Sohn hat Gott das ganze Universum und alles, was darin ist, geschaffen, und er hat ihn (seinen Sohn) zum Erben über alles eingesetzt und ihm einen Ehrenplatz an seiner rechten Seite gegeben.

Was genau hat das zu bedeuten “Erbe über alles und Ehrenplatz“?
Dazu folgende Passage aus dem 1. Brief an die Korinther, die sehr gut veranschaulicht was im “Jetzt” ist und was in der Zukunft (Ewigkeit) sein wird:

1Kor 15,23-28 Es gibt aber eine Reihenfolge: Christus zuerst, und wenn er wiederkommt, dann die, die zu ihm gehören. Danach wird das Ende kommen, wenn er Gott, seinem Vater, das Reich übergeben wird, nachdem er alle seine Feinde vernichtet hat. Denn Christus muss herrschen, bis er alle seine Feinde unter seine Füße erniedrigt hat. Als letzter Feind wird der Tod vernichtet werden. Denn in der Schrift heißt es: »Gott hat ihm Vollmacht über alles gegeben.« Wenn es heißt: »Christus hat Vollmacht über alles«, so ist Gott natürlich davon ausgenommen, der ihm diese Vollmacht gab. Und wenn er Herr über alles ist, wird der Sohn sich selbst Gott unterstellen.
Und Gott, der seinem Sohn alles unterworfen hat, wird über alles und in allem der Höchste sein. [NLB]

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