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5Mo 32,1-32,52 – Das Lied Mose und was es mit uns zu tun hat

Schalom ihr Lieben,

wie letztes Mal angekündigt, kommt heute das zweite “Loblied”, nämlich das Lied Mose dran. Der Inhalt des “Sei stark und mutig”-Videos letzte Folge war ja eine persönliche Auswahl an Versen. Das Lobpreis-Video heute ist aber nicht so. Es geht dabei einzig und allein nur um das 32. Kapitel im 5. Buch Mose. Und ein Kapitel vorher, dürfen wir auch erfahren, warum unser himmlischer Vater möchte, dass wir dieses Lied singen und es lernen. Es ist leider kein erfreulicher Grund:

5. Mose 31,16-19 Der ALLMÄCHTIGE sprach zu Mose: Nach deinem Tod wird dieses Volk sich mit fremden Göttern einlassen, den Göttern des Landes, in das es zieht. Es wird mich verlassen und den Bund brechen, den ich mit ihm geschlossen habe. Deshalb werde ich zornig auf sie sein, ich werde mich von ihnen abkehren und ihnen nicht mehr helfen. Dann werden sie dahinschwinden, viel Not und großes Unglück werden über sie kommen. Sie werden dann zueinander sagen: “Das alles müssen wir erleiden, weil unser Gott nicht mehr in unserer Mitte ist!”
Ich aber werde mich völlig von ihnen zurückziehen, weil sie gegen mich gesündigt haben und anderen Göttern nachgelaufen sind. Schreib nun die Worte des folgenden Liedes auf und bring es den Kindern Israel bei. Dann können sie nicht sagen, sie hätten nicht gewusst, was ich von ihnen wollte.

Unser himmlischer Vater lässt uns hier ganz genau verstehen, warum wir dieses Lied lernen sollen. Er sagt: Dann können sie nicht sagen, sie hätten nicht gewusst, was ich von ihnen wollte.
Das Lied hat also einen Zweck. Es soll uns an etwas erinnern und so etwas wie ein Zeuge gegen uns sein.

Es ist also kein gewöhnliches “Lobpreis”-Lied, wie ihr es schon mal in einer der Folgen zuvor kennengelernt habt. Zur Erinnerung zeigen wir euch nochmal die 

Wörter der Bibel-Karte dazu, zu der wir euch Folgendes gesagt hatten:

“Wenn wir unserem himmlischen Vater Lieder singen, dann loben und danken wir ihm für seine wunderbaren Taten, für seine Gnade, Güte und Liebe in unserem Leben. Es ist also nicht nur ein “normales Singen”, sondern eine Art Gebet bzw. Anbetung. Daher, wenn ihr Lieder für unseren Gott singt, singt sie voll und ganz für ihn. Achtet dabei nicht darauf, wie ihr auf andere Menschen wirkt oder ob ihr perfekt die Töne trefft. Singt einfach von Herzen zu Gott. Versucht auch dabei, nicht mit euren Gedanken abzuschweifen. Macht euch vielmehr bewusst, dass ihr damit Gott singend anbetet und ihm dankt. Das Schöne an Lobpreis ist auch, dass man sich auf diese Weise göttliche Wahrheit spielend leicht merken kann. Man muss also nicht hart pauken, um etwas auswendig zu lernen, sondern durch das freudige Singen und Wiederholen eines Liedes prägt sich unser Gehirn das ganz automatisch ein.”

Und genau um dieses “leichtere Einprägen” geht es auch hier. Auch wenn der Inhalt in diesem Sinne nicht nur positiv ist. Denn das Lied hat sowohl Teile, wo wir Gott loben und danken, aber vor allem hat es auch Teile, wo wir extrem vor gewissen Dingen gewarnt werden.

Im Kern ist es eigentlich sogar ein prophetisches Lied. Es soll zeigen, was unser Volk erwartet. Für damals. Und für heute. Denn es beschreibt den Zustand, wo seine Kinder – als gerechte Strafe und Züchtigung Gottes – über die ganze Erde zerstreut leben werden.

Diese Zerstreuung hat vor ca. 3.000 Jahren begonnen und hält noch bis heute an. Aber das muss und wird sich ändern. Nicht wegen unserer Gerechtigkeit, sondern weil es Gott uns – seinem Volk – versprochen hat!

Ihr erinnert euch dazu sicherlich noch an die Folge mit dem Exodus aus Ägypten, …

© Film: Die Zehn Gebote

… und wie wir euch aus der Heiligen Schrift gezeigt hatten, dass Gott mit seinem Volk noch einen zweiten Exodus vorhat. Dazu hatten wir uns zum Beispiel diese Stelle hier aus den Propheten als Beweis angesehen:

© Kevin Carden- stock.adobe.com

Jeremia 16,14-15 »Aber eines könnt ihr mit Sicherheit wissen: Es kommt die Zeit«, spricht der ALLMÄCHTIGE, »da wird keiner mehr beim Schwören sagen: `So wahr der ALLMÄCHTIGE lebt, der das Volk Israel aus Ägypten geführt hat.` Stattdessen werden sie sagen: `So wahr der ALLMÄCHTIGE lebt, der das Volk Israel … aus allen Ländern zurückgebracht hat, in die er es vertrieben hatte´. Denn ich werde sie in das Land zurückbringen, das ich ihren Vorfahren gab.«

Dieses Zurückbringen aus allen Ländern muss geschehen, weil zuvor Gottes Kinder über alle Länder dieser Erde zerstreut worden sind. Diese Zerstreuung ist das, was wir erst letzte Woche lesen durften:

5. Mose 30,1 Ich habe euch klar und deutlich gesagt, dass Gehorsam euch Segen bringt, Ungehorsam aber Fluch. Wenn ihr und eure Nachkommen nun trotzdem die Gebote des ALLMÄCHTIGEN missachtet und zur Strafe vom ALLMÄCHTIGEN, eurem Gott, unter fremde Völker zerstreut werdet

… dann, ja, was dann? Was wird passieren, wenn wir “unter fremde Völker zerstreut” worden sind? Denn wie zuvor erwähnt, ging diese Zerstreuung ja vor knapp 3.000 Jahren los und hält noch bis heute an. Es betrifft also die Kinder Gottes heute mehr denn je.

Damit sich aber der Zustand dieser Zerstreuung ändert, braucht es die Hilfe unseres  Gottes. Eine dieser Hilfen ist tatsächlich das Lied Mose aus dieser Portion.

© lienchen020_2 – stock.adobe.com

Denn genau darum geht es in diesem Lied. Aber neben diesem Lied braucht es natürlich dann auch Kinder Gottes, die sich dieses Lied zu Herzen nehmen und dann das tun, was nach dem Vers geschrieben steht, den wir soeben aus 5. Mose 30 gelesen hatten. Dazu noch einmal die Stelle im Zusammenhang mit den Versen danach:

5. Mose 30,1-4 Ich habe euch klar und deutlich gesagt, dass Gehorsam euch Segen bringt, Ungehorsam aber Fluch. Wenn ihr und eure Nachkommen nun trotzdem die Gebote des ALLMÄCHTIGEN missachtet und zur Strafe vom ALLMÄCHTIGEN, eurem Gott, unter fremde Völker zerstreut werdet, aber dann dort zur Besinnung kommt und zu ihm umkehrt, und ihr wieder auf das hört, was er euch heute durch mich sagt und wenn ihr und eure Kinder ihm von ganzem Herzen und mit aller Hingabe gehorcht, dann wird der ALLMÄCHTIGE euer Schicksal zum Guten wenden. Er wird sich über euch erbarmen und euch aus allen Ländern zurückbringen, in die er euch vertrieben hat. Selbst wenn ihr bis zum Ende der Welt verschleppt worden seid, wird der ALLMÄCHTIGE, euer Gott, euch von dort zurückholen. Dann bringt er euch wieder in das Land, das euren Vorfahren gehört hat, und ihr könnt es neu in Besitz nehmen. Er tut euch Gutes und lässt euch zahlreicher werden als je zuvor. Der ALLMÄCHTIGE, euer Gott, wird euch und eure Kinder im Herzen beschneiden. Er wird euch fähig machen, ihn aufrichtig und mit ganzer Hingabe zu lieben. …

Dieses hier beschriebene Beschneiden unserer Herzen” und das “Fähig-Machen, unseren Gott aufrichtig und mit ganzer Hingabe zu lieben ist genau das, was in unserer Zeit heute passiert:

Gott weckt seine Kinder durch seinen Sohn Jeschua auf und bringt sie zurück zu seinem Bund und zum Segen seiner Gebote in der Torah.

© rudall30, pamela_d_mcadams – stock.adobe.com

Dort in Gottes heiliger Torah lesen wir dann all die Dinge über die Liebe zu Gott, über seine Gnade, über den ersten und zweiten Exodus, über das Beschneiden unserer Herzen und über die Zerstreuung und Umkehr zu unserem Gott. Und natürlich lesen wir da auch vom Lied Mose. Das selbstverständlich – wie alles andere in der Torah auch – seine Gültigkeit bis zum Ende behält. Denn ganz, ganz am Ende wird man dieses Lied wieder lernen und singen. Und zwar zusammen mit dem Lied des Lammes, also mit dem Lied Jeschuas. Das lesen wir in der Offenbarung, wo Johannes Folgendes sehen durfte:

Offenbarung 15,2-4 Ich sah so etwas wie ein Meer, durchsichtig wie Glas. Es hatte den Anschein, als sei es mit Feuer vermischt. An seinem Ufer standen alle, die Sieger geblieben waren über das Tier, die seine Statue nicht angebetet und die Zahl seines Namens nicht angenommen hatten. In ihren Händen hielten sie Harfen, die Gott ihnen gegeben hatte. Und sie sangen das Lied Moses, des Dieners Gottes, und das Lied des Lammes: »Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, Gott, Allmächtiger. Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, König der Heiligen. Wer sollte dir, Herr, nicht in Ehrfurcht begegnen und wer deinen Namen nicht rühmen und ehren? Nur du allein bist heilig! Alle Völker werden kommen und vor dir niederfallen, um dich anzubeten. Denn alle werden erkennen, wie vollkommen gerecht dein Handeln ist!«

Ihr seht, dass das Lied Mose sehr, sehr wichtig ist. Es ist nicht einfach nur irgendein Lied. Es ist Lob, Warnung, Prophetie und Hoffnung zugleich, das am Ende vor allen Völkern der Erde gesungen werden wird.

Daher freuen wir uns umso mehr und sind unserem Gott dankbar, dass wir euch diesen heiligen Text auch als Lied zeigen dürfen. Möge es – wie alles andere in der Torah auch – in unsere Herzen geschrieben sein.

5. Mose 31,30 Dann trug Mose vor ganz Israel, vor der gesamten Versammlung, das folgende Lied vor: …

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